Es geht los!! Reiseeindrücke und Ankunft in Auckland

Donnerstag, 15.10.15

Prolog

Mein Prolog beginnt sogleich mit einem Nachtrag, denn diese ersten Zeilen schreibe ich aus einem Motelzimmer in Otahuhu, Auckland.

Es ist Sonntag, der 11.10.15. Nun war es also soweit. Nach langer Vorbereitung und viel Orga, stetig von Zweifeln und Ängsten begleitet -ob der Dinge welche unerwartet auf mich zukommen könnten- geht es los.

Nach einem gustativ wunderbaren Brunch mit den engsten Familienmitgliedern meines Reisebegleiters/Leidensgenossen Franz und meinen lieben Eltern, starteten wir mit meinem Paps gen Frankfurt. Er fuhr uns nicht nur zum Flughafen, sondern hat uns eine Nacht in einem wirklich netten 4-Sterne-Airport-Hotel spendiert!! Hier durften wir noch einmal in einem gemütlichen Bett schlafen, gutes deutsches Bier trinken, und letzte Packvorbereitungen treffen, bevor die lange Reise nach Auckland begann. Das war echt super gut!

Am darauffolgenden Tag starteten zu unserer ersten Etappe: knapp 13h Flug von Frankfurt am Main nach Taipeh, Taiwan. Der erste Flugabschnitt war sehr lang, aber alles lief gut, und trotz erheblichen Schlafmangels landeten wir, glücklich über das Erreichen dieses ersten Abschnittes, im Morgengrauen auf dem Taipeh Int. Airport…Moment mal? Morgengrauen? Ich schaute auf meine Armbanduhr, welche natürlich noch immer die mitteleuropäische Zeit anzeigte, auf welcher ich sehen konnte, das bei uns soeben die Geisterstunde begann: Mitternacht!! Und bei uns in Taipeh ging die Sonne auf. Das war sehr surreal, denn mein Körper hat mir deutlich zu signalisieren versucht, dass es Zeit wäre, ein gemütliches Bett aufzusuchen und zu schlafen. Eine interessante Erfahrung.

Die anschliessenden 17h Stunden mussten wir im Transitbereich des Airports verbringen. Womit ich schon zu dem nächsten surrealen Erlebnis komme:

Der Transitbereich. Eine Welt ausserhalb der „normalen da draussen“. Hier reiht sich ein Parfümgeschäft an das nächste (die olfaktorischen Sinne wurden stark gefordert), nur unterbrochen von Whiskey- und Mobilphone Stores -und ab und an rufen einem Damen in einem sehr seltsamen englisch zu, ob man nicht Lust auf eine entspannende Massage verspüre. Alles schaut sehr teuer und luxuriös aus -was es wohl auch ist- aber gleichzeitig wirkt es doch recht seelenlos. Die Stimmung unter den Meschen, welche sich in diesem Bereich aufhalten, könnte man ganz gut mit der ersten Stophe des Gedichtes „Im Nebel“ von Hermann Hesse beschreiben:

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.

Glücklicherweise gab es dort eine Menge sog. Waiting Lounges -alle in unterschiedlichen Themen gestalltet- wo wir uns dann einen mehr oder weniger gemütlichen Platz zum schlummern suchen konnten, und in abwechselnden Wach- und Schlafschichten gelang es uns die lange Zeit des Wartens zu überbrücken.

Am Abend gegen 23uhr starteten wir dann auf unseren nächsten Reiseabschnitt. Zunächst flogen wir ca. 10h nach Sydney (begelitet von pausenlosen Turbulenzen!) , wo wir einen kurzen, 2stündigen Aufenthalt im Transit hatten, bevor es nach Auckland ging.

Im Übrigen scheinen mich womöglich höhere Mächte dazu bewegen zu wollen mein äusseres Erscheinungsbild zu ändern. In Sydney wurde ich -wenn auch freundlich so doch als einziger der Transitpassagiere- dazu aufgefordert in den Nacktscanner zu gehen. Das war schon etwas seltsam. Ob mein Bart und mein zerwühltes Äusseres nach der kräftezehrenden Reise dafür verantwortlich waren? Nachdem ein netter Security Officer meine Antwort, dass ich aus Deutschland käme, sehr freudig mit den Worten „…oh great, i like german soccer…“ aufgenommen hat, war ich beruhigt, und es konnte weitergehen. Noch einmal standen uns 3h flug nach Auckland bevor, wo wir am späten Nachmittag des gestrigen Tages ankamen. „nau mai“!! (Herzlich Willkommen, wie es bei den Maori heißt)

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